Beiträge von tiptel

    Diese Teile haben außen 'eine Art Folie' und innen saugfähiges Vlies. Die Filter sollen das herunter gelaufene Öl mit dem innen liegenden Vlies aufsaugen, deshalb die Löcher.

    Darf ich Dich auf einen möglichen Denkfehler hinweisen, denn Du gehst wie selbstverständlich davon aus, dass der Händler über eine gewisse Sachkunde, was das Fahrzeug angeht, verfügen muss.

    In der Tat, das habe ich mir so vorgestellt.

    Anders sieht es aus, wenn der Händler auch eine eigene Werkstatt hat, die neben Kleinreparaturen auch Reparaturdienstleistungen anbietet. Denn dann würde das Wissen dem Händler zugerechnet.

    Wenn nicht, dann steht meine Argumentation auf wackeligen Beinen.

    Es klingt bei einigen so durch, als würden sie im Wege der Sachmängelhaftung eine schier unbegrenzte Funktionsgarantie innert des 1 Jahreszeitraums (Beweislastumkehr) erwarten.

    Diese Erwartungshaltung wäre aber überzogen.

    Da gebe ich Dir absolut recht, es ist nun mal kein Neufahrzeug. Selbst da funktioniert genug nicht und ich kann kaum Schadensersatz fordern, weil z. B. der Urlaub ohne Warmwasser nicht so toll war.


    Ich kann mir nur immer noch nicht vorstellen, dass es für den Händler so einfach ist mit ein paar Euros aus der Nummer heraus zu kommen (von den 200,- für den kompletten Satz könnte man ja auch noch 70-80 % Rest-Zeitwert abziehen).


    Nur mal als Gedankenexperiment: Der TE hätte die Kiste nach dem Radverlust quer auf den Asphalt gelegt und einen Unfall mit Todesfolge ausgelöst. Wäre der Händler von der Staatsanwaltschaft (die suchen in so einem Fall immer einen Schuldigen) vom Haken gelassen worden? Irgendwie schwer vorstellbar...

    wir diskutieren hier ja nicht verschuldensabhängige Haftung

    Das würde ich aber schon vermuten. Immerhin ist das ein nicht ganz ungefährlicher Vorgang, wenn der Hänger ein (oder wie hier: mehrere) Rad verliert. Nach den ersten 600 km darf so etwas nicht passieren. Der Wohnwagen war offensichtlich nicht verkehrstauglich und ein Endkunde muss wohl kaum Lager und/oder Bremsen sofort nach dem Kauf (TÜV neu...) überprüfen.


    Wenn mir - das ist jetzt meine persönliche Meinung - dann der Händler noch blöde kommt, dann nehme ich so etwas sportlich und trete auch mal (rechtlich) ans Schienbein. Klar, das wird auch schnell zum teuren Ego-Tripp!


    Mit Deinem Grundsatz

    Mein Ansatz ist es, auf die Fallstricke, die sich ergeben können, hinzuweisen.

    kann ich mich sehr gut anfreunden. Generell finde ich Deine fachkundigen Aussagen zur rechtlichen Seite immer sehr erhellend. Dankeschön dafür!



    Und - dass ist jetzt meine persönliche Meinung - ihr blendet völlig aus, dass wir hier über eine uralte Kiste schreiben.

    Wenn ich so eine Kiste von privater Hand kaufe, dann gebe ich Dir recht. Aber von einem Händler-Kauf will ich einfach mehr erwarten können. Ich habe ein Problem mit dem Grundgedanken, dass der nicht so wohlhabende Teil der Gesellschaft, der sich auch mal etwas gönnen möchte, immer auf die Nase fallen soll und kaum rechtliche Unterstützung bekommt. Natürlich kenne ich in diesem Fall weder Händler, noch Käufer. Weiß nichts über die gesagten Worte und habe auch nur von einer Seite eine (lückenhafte) Geschichte gehört. Trotzdem neigt man als Foren-Leser dazu, sich ein Bild der Lage zu machen und das sieht dann ungefähr so aus: Ein gutgläubiger Familienvater will auch Campen gehen und sucht zum Einstieg einen günstigen Wohnwagen. Weil er noch nicht so viel Ahnung hat, scheut er das Risiko eines Privatkaufs und geht stattdessen zu einem Händler und bekommt einen alten WW für teuer Geld verhöckert...

    Mal im Ernst: Welcher seriöse Händler verkauft denn 30 Jahre alten Wohndosen an Neulinge?!


    Von Dir, aber auch von anderen usern wird dem Umfang der Sachmängelhaftung eine Bedeutung beigemessen, die von der Rechtsprechung in dieser Allumfänglichkeit nicht bestätigt wird.

    Deswegen ist es gut, wenn dann Leute wie Du mit juristischem Sachverstand uns auch immer wieder mal im Kopf etwas gerade rücken. Der TE hat sich ja bereits einen Rechtsbeistand geholt und wird hoffentlich gut beraten. Das würde auch erklären, weshalb man nicht dreimal täglich neue Infos und Meinungen von ihm hört. Ein guter RA wird ihm davon sicher abraten...


    Wir - das gemeine Forumsvolk - sind hier ja auch nicht in einer Prüfung zum Jurastudium, sondern eher in einem virtuellen Stammtisch. Da wird gewettert und gemotzt, Meinungen und Halbwissen ausgetauscht, aus wenig Fakten viel Information interpoliert, usw. ;)

    Ich sehe Rost überall an der Innenseite der Bremstommel ... auch im Lagersitz.

    Das ist definitiv ein Argument. Aber es schließt auch noch nicht aus, dass die Bremsen so verrostet sein könnten (also ohne den späteren Regen). Am Lagersitz dreht sich ja nichts was den Rost weg schleifen könnte. Anlauffarben am Sitz sieht man durch den Rost nicht. Wie heißt's immer so schön: Alles kann, nichts muss! ;)


    Ich bleibe auf alle Fälle dabei, das werden wohl die sich auflösenden Lager sein und nicht die Bremse...

    So wie ich es verstanden habe, haben sich die Räder nach rund 600 KM Fahrstrecke verabschiedet.

    Jetzt steht der WW jedoch wieder beim Händler.

    Wie kann das angehen?


    Auch dieser Punkt kann wichtig sein, weil nicht autorisierte Selbstvornahmen nicht unter die Einstandspflicht des Händlers fallen.

    Soll man die Kiste einfach irgendwo stehen lassen? Ich erwarte von Dir hier sicher keine kostenlose Rechtsberatung, aber was soll man in so einem Fall den machen? Am Wochenende? Im Ausland? Mit Familie im Schlepptau?


    Ich bin echt ein wenig fassungslos...

    Dortmunder

    Wenn ich das richtig verstehe, würdest Du bei diesem Sachverhalt einen Anfragenden wieder aus der Kanzlei schicken? Nachdem der Händler den Käufer des Betrugs bezichtigt und ihm ein Hausverbot erteilt hat? Auf was soll man den warten? Bei so einer Flitzpiepe wird sicher erst mal kein förmliches Schreiben mit einer begründeten Ablehnung der Mangelbeseitigung kommen. Soll man da als 'normaler Bürger' und nicht-Jurist in der Lage sein, den Händler rechtssicher (Frist? Form? Wortwahl?) anzuschreiben? Sicher nicht! Ich erwarte von einem Anwalt ja auch nicht, dass er in der Lage ist, das Ventil-Spiel seines Autos selbst einzustellen. Für so etwas gibt's doch fachliche Beratung eines Juristen!

    ich würde niemals eine länger Fahrt antreten (1x im JAhr ist bei mir Pflicht) ohne nach den Rädern zu schauen. Mal kurz aufbocken , durchdrehen, Luftdruck prüfen ist doch wirklich keine Meisterleistung

    Wir sind min. 20 Mal im Jahr mit dem WW unterwegs und wohnen an einem recht steilen Hang. Soll ich da (fast) jedes Wochenende nochmal auf die Ebene fahren und einen "Mini-TÜV" machen? Mit dem Auto macht man so was doch auch nicht. Die Kiste soll auch so laufen, ohne auseinander zu fallen!


    Der Vergleich mit dem Sprit ist angesichts der Gefahr durch die gebrochenen Radlager sehr unpassend!

    die sicherheitsrelevanten Teile, wie Bremsen, Lager und Reifen werden überprüft, von mir oder einer Werkstatt.

    Reifen sind ja noch recht einfach: Luftdruck, Profiltiefe, Alter (schon nicht mehr ganz trivial für einen unbedarften Nutzer) und äußerer Anschein von Beschädigungen (nichts mehr für Laien). Bremsen und Lager selbst überprüfen? Wenn das so einfach wäre...

    Bedeutet, Wagen bei Händler kaufen und sofort in eine andere Werkstatt zum überprüfen stellen. Bei einem 30 Jahre alten Wohnwagen? Ich bin jetzt mal etwas frech und behaupte, wenn ich soviel Geld übrig habe, dann kaufe ich mir etwas Neueres! Von einem Händler muss ich erwarten dürfen, dass die Fuhre auch für die Straße taugt! Wenn ich diesem nicht traue, dann ist es der falsche Händler.

    Deine Methode ist zwar nicht schlecht, hat aber eher was von Gürtel und Hosenträger.

    a) die Wohndose bei der TÜV-Vorführung nicht in Ordnung war ? Ein TÜV-Prüfer bewertet den technischen Zustand eines Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Vorführung, "Löcher in den Händen" und "hellseherische Fähigkeiten" hat er auch nicht... sonst würde er vermutlich im Zirkus auftreten und wäre nicht beim TÜV beschäftigt... :xwall: ...Wenn die Radlager zum Zeitpunkt der Prüfung o.k. waren, dann ist das halt eben so, und selbst wenn nicht, dann kannst Du das Gegenteil auch nicht beweisen. Der Prüfer kann nicht "riechen", das die Wohndose 20 Jahre gestanden hat.... Es ist auch nicht seine Aufgabe, das zu hinterfragen oder zu kontrollieren, da das nicht prüfungsrelevant ist.

    Die Verantwortung hierfür trägt einzig und alleine der Fahrzeughalter/Fahrzeugführer.

    So wie sich der Händler gerade vergaloppiert, muss der TE das wahrscheinlich gar nicht! Wer bei augenscheinlich stark angerosteten Bremsen so einen Blödsinn von sich gibt!? Das hätte für mich eher den Charakter einer arglistigen Täuschung (oder wie auch immer das juristisch heißt). Sicher kann ich aber doch als Endkunde davon ausgehen, dass ein vom Händler gebraucht gekaufter Wohnwagen nicht innerhalb von 600 km 3, der 4 Reifen verliert!


    Diese "Geschichte" juristisch zu machen, wird mit Sicherheit eine sehr kostspielige, langwierige und vermutlich wenig zielführende Angelegenheit werden.

    Bessere Vorschläge? Wie gesagt, der Händler unterstellt dem Kunden Betrug und hat aus Hausverbot ausgesprochen. Was soll man denn dann tun? Von abwarten alleine kommt die Wohndose auch nicht repariert zurück zum Kunden.

    Streitwert, also Kaufpreis für den Wohnwagen

    So einfach würde ich das nicht sehen wollen. Erstens ist nicht gleich der ganze Wohnwagen schrott, sondern bis jetzt die Radlager und eventuell die Achsen, wenn diese Schaden genommen haben. Dann die Einbaukosten und die Abschleppkosten (zahlt eventuell der ADAC o. A.). Die Summe ist eventuell gar nicht besonders hoch, aber was sich daraus im Nachgang noch entwickeln könnte (Anwälte, Gutachter, Ausfallkosten des WW, Gerichtskosten, usw.) hat schon ordentlich Potential. Blöd ist es halt, wenn der Händler schon gleich zu beginn der Diskussion mit falschen Anschuldigungen kommt (Handbremse), Betrugsvorwürfe von sich gibt und ein Hausverbot gegen den Kunden ausspricht. Da bleibt einem ja nur noch der rechtliche Weg, der mit deutlich höheren Kosten verbunden sein wird, als eine schnelle und unkomplizierte Reparatur durch den Händler. Damit hätte dieser dem Kunden so ziemlich jeden Wind aus den Segeln nehmen können. Wenngleich man das später auch wieder als Schuldeingeständnis hätte werten können...

    Aber eigenständiges Pfänden (Hausverbot!?) gehört dich sicher nicht zu den Rechten aus dem §439, oder?

    Ganz sicher hat die Wohndose nicht 600 km gebremst. Das braucht keine wissentliche Analyse - schließlich sieht jeder Trottel die verrosteten Bremstrommeln. Die Radlager haben sich in Wohlgefallen aufgelöst, auch das ist ohne großes Gutachterwissen recht leicht zu erkennen.


    Zu den ganzen schlauen Kommentaren, man würde frühzeitig das Mahlgeräusch hören: wie oft ist Euch das den schon passiert, dass Ihr das so sicher wisst? Ich habe auch schon eine Rad aus diesem Grund verloren ( zum Glück bei Schrittgeschwindigkeit im Stau) nach genau 97 km Fahrt. Da war nichts zu hören oder zu merken. Jetzt sind wir im Motorsport aktiv und müssen echt viel schrauben. Radlagerwechsel ist an unseren Mühlen ein bis zweimal jährlich nötig und ich habe drei davon ‚in Wartung‘. Ich bin also sicher kein Laie! So schön das Messen der Temperatur auch ist, einen echten Schutz gibt das leider nicht.

    Woher kommt eigentlich diese Aussage. ?

    Ich kenne einen, der das schon so bezahlt hat. Da gibt's mit der Guardia Civil auch gar nichts zu diskutieren. Wenn man keine Knete dabei hat, wird man zum Geldautomaten begleitet oder die Ehefrau als Sicherheitsleistung da gelassen - mir schon passiert wegen nicht eingeschaltenem Licht in einer 50 Meter Unterführung. Hat vor 25 Jahren schon 130,- DM gekostet mit 10% Rabatt bei Barzahlung (obwohl es eine andere Möglichkeit auch gar nicht gab). Wer's in Spanien drauf ankommen lassen will - bitteschön!

    m01


    Ich bin mit Wintercamper1 sicher nicht allzu oft gleicher Meinung, aber hier hat er grundlegend mal sowas von Recht: Lieber in ein g'scheites Kabel investieren!


    Was genau möchtest Du den mit Titan oder A2 Platten verbessern? Den Übergangswiderstand zwischen Stütze und Boden? Der ist auch mit einer Kunststoffplatte noch gut genug, sonst würdest Du keine gescheuert bekommen, wenn Du an eine spannungführende Leitung greifst. Wie möchtest Du damit vor allem eine fehlerhafte Elektroinstallation auf dem CP 'überlisten'? So geht das alles nicht!

    Irre ich mich hier

    Ja!


    So, wie gedacht, funktioniert das nicht! Die Ströme, die da fließen müssen, um den FI (RCD) auszulösen, sind sehr klein. Die fließen bei 230 V auch durch Deine Hornhaut an der Fußsohle, durch die Kunststoffsocken, die Gummisohle Deiner Schuhe, den PVC-Boden Deines Wohnwagens, den Gummireifen und durch den trockenen Sandboden. Wer‘s nicht glaubt, kann gerne mal an die Phase in der Steckdose greifen, tut allerdings Sau weh und ist nicht ungefährlich.


    Es geht bei der Schutzklasse I (Erdung) nicht darum, dass durch möglichst gute Übergangswiderstände der menschliche Körper zum leuchten gebracht wird, sondern, dass die durch den Menschen fließenden Ströme nicht lebensgefährlich werden. Prinzipiell sollte man erst mal verstehen, was am Strom so gefährlich ist: Muskeln werden durch elektrische Impulse gesteuert; 50 Herz Wechselspannung ändert 50 mal pro Sekunde die Polarität => ergo 50 Steuerbefehle an die Muskeln pro Sekunde; trifft das auf den Herzmuskel, geht dieser recht schnell über den Jordan mit den bekannten Folgen für seinen Besitzer.


    Also einfach betrachtet: Solange es nur (im Arm) weh tut und der FI auslöst, wenn man seine Finger am falschen Fleck hat, ist alles gut. Das Herz liegt glücklicherweise weit im Körper und da braucht es schon ein paar Milliamper mehr, um auch dessen Muskeln anzusteuern.

    muss ein unebener oder schräger Stellplatz unter den Achsstützen ausgeglichen werden?

    Der Teller unter dem Stempel ist 'ein wenig' schwimmend fixiert, also kann er auch eine gewisse Unebenheit ausgleichen. Wo aber die Grenze liegt, kann ich nicht sagen. Unser Parkplatz vor dem Haus ist schon stark geneigt, da traue ich dem Frieden auf Dauer nicht und lasse die Achsstempel weg. Bei voll ausgefahrenen Eckstützen fehlen noch knapp 10 cm, bis die Fuhre waagrecht steht. Ist also wirklich steil! Da ja nur ein Stempel im Automatikmodus ausgefahren wird, bekommt der auch ganz schon Seitenkräfte ab (2,5 Tonner WW). Wie gesagt, mit Gewalt kaputt machen sollte man das ganze nicht.


    Auf alle Fälle sollten da keine Steine, Löcher oder Maulwurfshügel sein! Bei einer Holzplatte als Unterlage bitte auch darauf achten, dass diese dem Druck stand hält. Wenn man mit der Platte den unebenen Boden ausgleichen möchte, sollte man schon sein Hirn einschalten - da darf nichts nachgeben! Also eher nicht auf dünne Bretter und Stöckchen vertrauen...