Beiträge von Friedeldiddl

    Der Begriff Peak-Leistung ist in der Solarbranche zwar üblich, aber leider technisch etwas unglücklich gewählt. Es handelt sich hierbei 'nur' um den Messwert aus dem Labor bei einer Bestrahlung des Moduls mit 1.000 W/m², 25° C Zelltemperatur und 1,5 facher Atmosphärenstärke. Das wird mit einem kurzen Lichtimpuls gemessen und nennt sich Flashen - daher kommen auch die sog. Flash-Protokolle einer Modullieferung.


    Im realen Leben kann die Strahlungsintensität der Sonne die 1.000 W/m² deutlich überschreiten, genauso ist die Lufthülle nicht (immer) 1,5 Atmophären stark und die Temperatur der Zellen kann auch unter 25 Grad liegen. Dann kommt schon mal deutlich mehr Leistung heraus, wie als Peak angegeben.

    Das ist soweit bekannt.

    Wo ich drauf hinauswollte, ist der Nebeneffekt der diffusen Strahlung.

    Bei blauem Himmel hatte ich bisher keine so hohen Spitzen, bis auf 1 x, wo es nahe 0 Grad war ;) .

    Auch morgens der Effekt, wenn die Sonne noch nicht auf's Modul trifft:

    Bei klarem Himmel passiert erst mal kaum etwas, sind Wolken im Spiel, kann der erste Sonnenstrahl schon mal ein halbes kW mobilisieren 8) .

    Du meinst das AG4 von VW.

    Eine sehr teure Eigenentwicklung, die auch nicht der Weisheit letzter Schluss war.

    Ich hatte es Anfang der 90er im Corrado.


    Etwas aus dem Nähkästchen:

    Die ersten (Phase 0) hatten noch einen Wahlschalter Normal / Sport.

    Und eine Überbrückungskupplung im 3. u. 4.Gang.

    Später fiel der Schalter weg, das Getriebe (Phase 1) lernte die Ambition des Fahrers.

    Überbrückung gab's nur noch im 4. Gang.

    Die Getriebesorten waren nicht untereinander tauschbar, wenn nicht das Steuergerät mitgetauscht wurde.

    Es wurde ab Golf bis hin zum T4 VR6 verbaut.

    Mit 250 Nm recht grenzwertig...

    Verschenken ist wohl nicht ganz richtig, denn der alte Zähler läuft bei Einspeisung rückwärts, oder?

    Ist bei uns im Moment auch so - könnte gern immer so bleiben!!

    Schön wär's, sogar legal bis zum Auswechseln.

    Wir hatten bereits einen modernen Zähler verbaut.

    Muss aber gegen den Zweirichtungszähler getauscht werden.

    Was hast du denn für eine Anlage verbaut (Größe und Ausrichtung)?


    Dein Ertrag ist ja doch recht gering für eine Anlage dieser Größe (Über 11,5 kWp muss sie ja schon haben. Nirgendwo eine Abregelung von 70% zu erkennen)...


    Ich habe mit meiner 10,36 kWp Anlage am 09.05 (dein Screenshoottag) sogar mehr Ertrag gehabt, bei einer Kurve die weitaus schlechter vom Wetter her war...

    Gut erkannt!

    Abregelung wird noch programmiert.

    Der Zähler wurde noch nicht gesetzt, ich verschenke z.Zt. den Überschuss...

    9,45 kWpeak , 171° / 48°.

    Wenn man genau hinschaut, erkennt man eine morgendliche "Delle", der Straßenbaum wirft einen Teilschatten bis ca. 10h.

    Heute heiter bis wolkig...


    Hier mal ein Beispiel, wie sehr sich die Peak-Leistung eines Moduls erhöhen kann, wenn sich neben der voll einstrahlenden Sonne weiße Quellwolken befinden (zusätzliche Reflektionen):



    Meine Module haben 395 Wp.

    Effektive bestrahlte Fläche: 97,1 % um 12:35 Uhr.

    447 W ergibt eine Mehrleistung über Peaknenn von 16,7 %.

    Das würde sogar noch höher ausfallen, wäre es jetzt richtig kalt auf dem Dach ;-) .


    Was sagt uns das?

    Wirklich nutzbar ist der "Overdrive" nicht, da sich nur zu oft Wolken vor die Sonne schieben und die Anlage dümpelt dann mit 15% der Peakleistung vor sich hin...

    Es zeigt aber, dass bei so einer Wetterlage durchaus erkleckliche "Ernten" eingefahren werden.

    Zum Vergleich ein fast perfekter Sonnentag gegenüber einer ähnlichen Situation wie heute:



    Man erkennt (Bild 1), dass die max. Leistung kaum über 8 kW hinaus geht, aber am wolkigen Tag (Bild 2) Spitzen von fast 9 kW erreicht werden (Viertelstunden-Mittel).


    Wer daran interessiert ist, die wahre (also effektive) bestrahlte Modulfläche nach Einfallswinkel zu berechnen, ich habe ein Excel-Tool erarbeitet, welches das kann.

    Foto:

    Gern per PN :w .


    Die örtlichen Einfallswinkel gibt es hier:

    https://www.sonnenverlauf.de/#…7,17/2022.05.12/12:35/5/3

    Als Antrieb für den schweren Scherenwagenheber verwende ich den Bosch GSR 18V-150.

    Dafür braucht's Power ohne Ende.

    Er lässt sich trotz hoher Last sehr feinfühlig dosieren.

    Das Aufbocken wird so zum Kinderspiel.

    Das erklärt sich durch den (vermutlich) ungünstigen Anstellwinkel zur Sonne und einer Fehlanpassung des Moduls zur Batterie / Verbraucher.

    Wie Tom schon erwähnt hat, das Zauberwort heißt MPPT.

    Dieser höherwertige Laderegler arbeitet mit einem Step-down Regler.

    Vereinfacht gesagt, wird über eine Spule, Diode und Kondensator mit Impulsen unterschiedlicher Länge das Modul auf den Kennlinien-mäßig günstigsten Arbeitspunkt eingeregelt.

    (Dieser liegt deutlich über der Batterie-Ladespannung)

    Je nach Lichteinfall und Temperatur wandert dieser optimale Punkt (Strom x Spannung 》 Optimum) und muss ständig neu vom Regler erfasst werden.

    Nur dann ist eine max. Ausbeute möglich!

    Bei zwei in Reihe geschalteten Modulen ist der MPPT in der Lage, die doppelte Stromstärke eines Einzelmoduls zur Verfügung zu stellen, quasi wie ein Transformator.

    Vorteilhaft ist meist bei Schwachlichteinfall, dass die Anlage früher Strom liefert.

    Eine WW-Wärmepumpe habe ich zwar im Blickfeld, mir aber noch keinerlei detaillierte Gedanken dazu gemacht. Die erste Frage: gibt es das Gleichstrom betrieben? Denn sonst müßte ja ein Wechselrichter rein. Kosten- und reparaturanfällig. Würde ich gern vermeiden so lange es geht.

    Ein Balkonkraftwerk kommt auch nicht in Frage. Sonst hätte ich ja wieder den Versorger aufm Schoß. Und das will ich, bekanntermaßen, nicht.

    Du meinst, weil Gleichstrom vom Dach kommt?

    Nein, das baut keiner.

    Vergiss es!

    Solarmodule ändern je nach Last und Lichteinfall ihren optimalen Betriebspunkt.

    Um es optimal zu nutzen, braucht's eine Elektronik, die ständig diesen Punkt sucht und über einen DC/DC Wandler (kann auch ein Wechselrichter sein) auf Betriebsspanngshöhe umsetzt (MPPT).


    Wenn du den Versorger außen vor lassen willst, bist du bei einer Nulleinspeisung.

    Das muss der WR können.

    Oder ein (Teil-) Inselnetz.

    Welche Rücklauftemperaturen sind denn bei -15Grad Außentemperaturen geplant?

    Meines Wissens steht die Temperaturdifferenz (Vorlauf zu Rücklauftemperatur) zur Beheizung des Raumes zur Verfügung.

    Wobei der Rücklauf - meines Wissens - mindestens 10 Grad über der Zimmertemperatur liegen muss.


    Plant ihr dann sehr große Heizkörper oder mit höheren Wasserdurchlaufgeschwindigkeiten (boah - was für ein Wort)

    Die WP erwartet bei 35°C Vorlauf ca. 30 °C im Rücklauf.

    Eine Mindest-Temperatur gibt es nicht in dem Sinne.

    Bei 5 K Differenz hat die Anlage meist eine gute Fördermenge.

    Das geht in der Regel nur mit Fußbodenheizungen.

    Oder seeehr großen Radiatoren.

    Ideal ist es, die FBH gewissermaßen aufzuladen (den Estrich) und in der Ruhephase der WP davon zu zehren.

    Dadurch hat man nur wenige Taktungen pro Tag, was den Kompressor schont und den Wirkungsgrad fördert.

    Man darf es mit der Aufladerei nur nicht zu weit treiben.

    Außerdem trägt die hohe erwärmte Masse bei Frost gut zum Abtauvorgang des Verdampfers (außen) bei.

    Hat man nur Radiatoren, ist oft ein Pufferspeicher nötig, um die Maschinenlaufzeit zu erhöhen.

    Dies führt allerdings zu mehr oder minder großen Verlusten.

    Gut ist, wenn die WP modulieren kann.

    Mein Objekt der Begierde kann zwischen 3 u. 12 kW.

    Es gibt aber immer noch veraltete Systeme im Handel, die nur Ein / Aus können...

    Selbst von namhaften Herstellern :_whistling:.

    PV -> Heizstab ist halt eine Jahresarbeitszahl (Investierte kwh zu produzierter kwh) von 1. Sprich, PV investiert 100 kwh Ertrag um 100kwh Warmes Wasser zu generieren.


    PV -> Wärmepumpe ist halt eine Jahresarbeitszahl (Investierte kwh zu produzierter kwh) von 5. Sprich, PV investiert 100 kwh Ertrag um 500kwh Warmes Wasser zu generieren.


    Um die PV Energie in Warmwasser einzuwandeln macht wirklich nur dann Sinn, wenn man sonst in die 70% Regelung laufen würde und der Überschuss wirklich verpuffen würde... Oder wegen meiner auch, wenn man überhaupt Überschuss hat und nicht so eine hohe Einspeisevergütung bekommt...

    Eine Arbeitszahl von 5 erreicht man regelmäßig bei 10°C auf der Verdampferseite und 35°C auf der Kondensatorseite.

    WW wird aber allgemein höher erwärmt.

    Damit sich Legionellen nicht vermehren können, sind 55°C angesagt.

    Mindestens.

    Da hat die WP noch eine Leistungszahl von (im Mittel) 3.

    Um Legionellen regelmäßig abzutöten braucht's mindestens 70°C für eine kurze Zeit im gesamten WW-System.

    Geht nur (sinnvoll) mit Heizstab oder fossil.


    Da Humphrey nicht viel investieren möchte, fällt eine (große) WP flach.

    Bestenfalls eine WW-WP mit Speicher ließe sich mit dem Budget darstellen.

    Ein Balkon-Kraftwerk könnte hier natürlich unterstützen.

    Damit das System aber im Winter keine Wärme aus den beheizten Räumen zieht, sollte ein an der Decke isolierter (großer!) Keller vorhanden sein, der auch mal etwas kälter werden darf.

    Sonst macht es keinen Sinn.


    Ich bin mit mehreren Interessierten auch gerade daran, eine 12 kW Wärmepumpe auszuplanen.

    Statt Fernwärme, bzw. Gas.

    Das ist schon eine Herausforderung.

    Noch ist nicht sicher, ob sich das trotz PV bei jedem rechnet (wir machen es trotzdem, wollen weg von fossilen Brennstoffen ;-) ).

    Es ist von sehr vielen Faktoren abhängig.

    Eine WP (meist Luft-Wasser) arbeitet nur dann effektiv, wenn mit allen Mitteln die nötige Vorlauftemperatur auf unter 35°C gedrückt werden kann (bezogen auf -10 bis -15°C).

    Darüber wird sie zunehmend ineffektiv.


    (Das Problem: Strom ist teuer, im Winter kaum PV-Unterstützung, im Winter zunehmend schlechtere Leistungszahl, im Winter zunehmender Heizbedarf...)


    Desweiteren muss der Heizkreis eine ständige hohe Strömungsgeschwindigkeit zulassen, um

    Δt 5K hinzubekommen, sonst taktet die WP zunehmends.

    Das gelingt in der Regel nur mit sehr gut isolierten Wohnungen und großen Heizflächen.

    Pufferspeicher sind auch zu vermeiden.

    Solarthermie wäre bei solo WW-Bereitung die bessere Wahl, da wesentlich höherer Wirkungsgrad.

    Die Heizstab "Resteverwertung" bei PV macht man nur, weil die Einspeisevergütung (neue Anlage ab jetzt) kaum noch Ertrag bringt, und der zusätzliche Aufwand minimal ist.

    Heizen mit PV macht mit einer Wärmepumpe Sinn.

    Da gibt es aber viel Fallstricke, z.B. schlecht isolierter Altbau, zu kleine Heizkörper, hohe notwendige Vorlauftemperaturen, Pufferspeicher...