LiFePo4 mit BMS aber ohne Bluetooth/App - Sinnvoll?

  • Hallo zusammen,

    wenn man Angebote von LiFePo4 – Batterien sichtet, findet man auch Batterien mit einem BMS aber ohne Bluetooth bzw. App.

    Beispiel: LiFePO4 Batterie - 12V 150Ah Lithium Akku Deep Cycle Batterien | BMS Schutz | Wiederaufladbare Batterie - Perfekt für Solaranlage, Wohnmobil, Boot, Haushalt, Solarpanel Kit und Camping : Amazon.de: Gewerbe, Industrie & Wissenschaft


    Dazu habe ich eine Verständnisfragen:

    • Bei diesen Modellen ist, so meine Annahme, für die interne Steuerung bzw. Abgleich der Zellen Hard- und Software verbaut – richtig?
    • Damit besteht aber „von außen“ keinerlei Auslese- und/oder Einflussmöglichkeit – richtig? Somit bleibt für eine Diagnose nur eine Spannungsmessung zwischen den Polen übrig. Liegt nach einem Ladevorgang das Ergebnis bei ca. 13,6 - 13,8 Volt, dann ist alles ok oder vielleicht doch nicht?
    • Hat der Akku überhaupt einen Vorteil oder Nutzen gegenüber einer Batterie mit BMS und Bluetooth-Zugang per App?

    Danke, Gruß

    Römerstein

  • Das kommt darauf an, was Du möchtest, wenn Du die Einstellungen im BMS verändern möchtest, oder wenn Du einzelne Werte von Zellen abfragen möchtest , dann ist Bluetooth mit App durchaus sinnvoll, ansonsten sollten die Einstellungen im BMS so eingedellt sein , dass der Akku bei der normalen Verwendung keine Schaden nimmt, ein Bleiakku hat auch Bluetooth mit App !

    Gruß Jürgen

    Freiheit ist der Zwang sich zu entscheiden und Idealismus ist schön, aber Realismus ist oft praktikabler


  • Seh ich auch so. Wenn du keinen Wert auf die sogenannte Kontrolle aus der "Ferne" legst, reich ein Shunt mit Anzeigegerät. Da was zu empfehlen grenzt hier dann schon fast an Selbstkasteiung. Entscheide nach Bauch und Geldbeutel.

    Schick ist teuer, aber eben auch nur schick, vogue und komfortabel.


    Ansonsten hier die 6 Journalisten aus 7 Ländern mit ihren mindestens 8 Meinungen. ;)

  • Die verlinkte Batterie hat doch den Kapazitätsmesser integriert, der muss nicht extra angeschafft werden.

    Als Plug and Play Lösung ist das schon prima.

    Ein programmierbares BMS ermöglicht individuelle Einstellungen, allerdings auch keine exakte Kapazitätsmessung. Selbst ein Shunt misst nicht die Kapazität, sondern zählt den Strom, der ge- oder entladen wird, um die Kapazität zu berechnen.

    Derzeit betreibe ich eine LiFePo4 mit Bluetooth-BMS ohne zusätzlichen Shunt. Das Bms zählt keine Ströme unter 1A, also geschieht der Betrieb von Wasserpumpen, LED-Licht und sogar Trumavent unter der Messschwelle. Ob eine grössere Genauigkeit notwendig ist, kann ich noch nicht sagen.

    Ich denke mal, dass Ähnliches von der integrierten Anzeige zu erwarten ist.

    Einen genauer arbeitenden Shunt kann man ja immer nachrüsten, versuchen würde ich das erstmal ohne.

    Beste Grüße,

    Ralf



    Zugwagen: Lada 2131

    Wohnwagen: Sterckeman Easy 350

  • Hallo ,


    also ich persönlich brauche eine Lifepo mit App Anbindung . Mein Victron Solarregler stellt mir die wichtigen Daten zur Verfügung da brauchts nicht noch was zusätzlich .


    LG Seadancer

  • Moin Römerstein ,


    ein BMS sollte eine Vielzahl von Aufgaben besitzen:

    - Temperaturüberwachung Laden: min/max

    - Temperaturüberwachung Entladen: min/max

    - Strom Laden: max

    - Strom Entladen: max

    - Batteriespannung: min/max

    - Zellspannungsausgleich/Balancer


    Die Frage ist hier, wie gut ist das unbekannte BMS ohne BT den bekannten Vorgaben der Batteriezellen angepasst?

    Werden die absoluten Grenzwerte (Temperaturen, Spannungen) hier ausgereizt (volle Kapazität steht zur Verfügung) oder sind diese etwas weiter eingeschränkt (Langlebigkeit)?


    LiFePO4-Zellen besitzen eine temperaturabhängige Kennlinie.

    Anhand dieser Kennlinie ermittelt die APP/BMS aus der Temperatur, der Spannung und der Nennkapazität den Ladezustand der Batterie.

    Ob die Strommessung per Shunt letztendlich genauer bzw. aussagekräftiger ist?


    Meine Victron-Geräte mit BT (Solarregler und Ladegerät) wissen zwar, das eine LiFePO4-Batterie (Ladekennlinie) angeschlossen ist, kennen jedoch nicht deren Kapazität.

    Daher nennt mir mein BT-BMS von Daly recht genau den Ladezustand der Batterie (hier 200Ah).

    Die Grenzwerte (Temperatur und Spannung) habe ich bei mir etwas enger programmiert (bei geringem Kapazitätsverlust) und erhoffe mir so einen schonenden Betrieb.


    Nachtrag:

    Standardeinstellungen der Victron-Ladegeräte für LiFePO4-Batterien sind:

    - Ladespannung max: 14,2V

    - Erhaltungsspannung: 13,5V

    Diese Werte sichern so den langlebigen Betrieb der Batterie auch ohne BT-BMS ab.

    Gruß Erni


    Jedem sein Hobby, ich habe mein(en) Hobby. ;camper=   :ok:

    4 Mal editiert, zuletzt von Erni ()

  • Daher nennt mir mein BT-BMS von Daly recht genau den Ladezustand der Batterie (hier 200Ah).

    Hast du auch einen Shunt mit Anzeige.

    Bei uns ist das Daly zu Anzeige der Kapazität unbrauchbar. Es stimmt nur wenn der Akku voll ist. Danach driften die Anzeigen weit auseinander. :/

    mfg konny (Klaus)
    Auf Dauerreise, Leben im Wohni.

    Zur Zeit unterwegs.

  • Seltsam. Bei mir passt es einigermaßen gut. (Daly vs Victron BM)

    Urlaub ist ... wenn der Flötenkessel morgens pfeift! :0-0:

  • Hast du auch einen Shunt mit Anzeige.

    Bei uns ist das Daly zu Anzeige der Kapazität unbrauchbar. Es stimmt nur wenn der Akku voll ist. Danach driften die Anzeigen weit auseinander. :/

    Ich habe ein JBD BMS , da wird die Kapazität über die Spannung ermittelt, also eine mehr oder minder grobe Schätzung .

    Gruß Jürgen

    Freiheit ist der Zwang sich zu entscheiden und Idealismus ist schön, aber Realismus ist oft praktikabler


  • Ich habe ein JBD BMS , da wird die Kapazität über die Spannung ermittelt, also eine mehr oder minder grobe Schätzung .

    So lese ich es vom Daly auch häufig. Deswegen wundert mich der Eintrag des Kollegen.

    Ist jetzt für mich egal, ich habe den Shunt + Anzeige und für den Zustand der Zellen nutze ich das Daly. Funktioniert für mich zufriedenstellend. :w

    mfg konny (Klaus)
    Auf Dauerreise, Leben im Wohni.

    Zur Zeit unterwegs.

  • Die Frage ist hier, wie gut ist das unbekannte BMS ohne BT den bekannten Vorgaben der Batteriezellen angepasst?

    Werden die absoluten Grenzwerte (Temperaturen, Spannungen) hier ausgereizt (volle Kapazität steht zur Verfügung) oder sind diese etwas weiter eingeschränkt (Langlebigkeit)?

    Ich gehe von fest programmierten BMS immer davon aus, dass das jeweilige Maximum ausgereizt wird. Das ist natürlich kein Wellnessprogramm, sondern nur eine Lebensversicherung. Klar, ein selbst programmierbares BMS hat hier Vorteile, aber da der TE offenbar nur ein funktionsfähiges Gerät erwartet, dass ohne Betreung der Ganzen Parametern seinen Dienst tut, würde ich nicht von dieser Batterie abraten.

    Nicht zu hoch laden ist eh Aufgabe der Ladetechnik, das BMS schaltet nur im Worstcase ab.

    Zur Langlebigkeit gibt es hier ja durchaus unterschiedliche Meinungen, alle davon sind legitim, halt nur anders.

    Beste Grüße,

    Ralf



    Zugwagen: Lada 2131

    Wohnwagen: Sterckeman Easy 350

  • Nicht zu hoch laden ist eh Aufgabe der Ladetechnik, das BMS schaltet nur im Worstcase ab.

    :thumbup::thumbup::thumbup:

    Sehe ich genau so. Ich habe oft den Eindruck, daß man sich nur auf die Eigenschaften des BMS verlässt. Aber ein BMS regelt nix, es ist meinem Verständnis nach der Hosenträger zum Gurt. Den Gurt anlegen muß man schon selber.

    Im übertragenen Sinne, die Peripherie muß stimmen, damit das BMS eigentlich nix tun braucht. :up:

    mfg konny (Klaus)
    Auf Dauerreise, Leben im Wohni.

    Zur Zeit unterwegs.

  • Hallo zusammen,

    Danke für die Rückmeldungen.


    Von der Tendenz schließe ich mich, mit wenigen elektrischen Kenntnissen, den Aussagen in den Beiträgen #12 und #13 an, dass es immer zwei "Regeleinheiten" sind, die selbständig arbeiten. Der Schaudt CSV 409 lädt bei der Einstellung Gel mit 14,3 Volt (aus 2012 - die neueren Modelle mit 14,4 Volt) plus ein (hoffentlich) funktionierendes BMS, dann könnte man über den z.B. im ersten Beitrag genannten Akku/ bzw. vergleichbare Reihe nachdenken.


    Gruß

    Römerstein

  • Hallo Klaus,

    Hast du auch einen Shunt mit Anzeige.

    Bei uns ist das Daly zu Anzeige der Kapazität unbrauchbar. Es stimmt nur wenn der Akku voll ist. Danach driften die Anzeigen weit auseinander. :/

    hier eine Zusammenfassung meiner aktuellen Messwerte:


    16.6. 8:35: Abklemmen Landstrom auf CP in Lemmer (Tagestemperatur ca. 27-32°C)

    BMS-Angabe: 199,4Ah, 13,5V (Laden mit Victron-Ladegerät mit Standardeinstellung LiPo)

    Kühlschrank auf 12V, Movern zu Auto.

    PKW mit WW auf CP-Parkplatz abgestellt.

    Auf Grund der Temperaturen ist davon auszugehen, dass der Kühlschrank im 12V-Betrieb einschl. der beiden Abluftventilatoren durchlief.

    Damit beträgt der Stromverbrauch ca. 10,5A * 12,5h = 131,25Ah.

    Hinzu kommt das Movern mit ca. 5Ah, macht zusammen 136,75Ah


    21:00 Uhr: Ankunft Zuhause, Movern zum Stellplatz am Haus, Kühlschrank ausgeschaltet.

    BMS-Angabe: 67,2Ah, 13,1V


    17.6.: Laden der Batterie per Solarregler Victron 75/15 mit Standardeinstellung LiPo.

    Geringe Verbräuche beim Ausladen (Licht, Radio etc.), ca. 5Ah

    Gesamtstromverbrauch damit 199,4 - 67,2 + 5,0 = 137,2Ah

    Der Unterschied zwischen angegebenem (137,2Ah) und rechnerischen Stromverbrauch (136.75Ah) ist quasi 0!


    19.6.: Batterie wieder voll

    BMS-Angabe: 200Ah, 14,1V

    Lt. Solarregler wurden in den 3 Tagen exakt 2.000Wh geladen.


    Die 2.000Wh ergeben bei einer mittleren Ladespannung von 13,5V etwa 2.000 / 13,5 = 148,1Ah

    Rechnerisch ergibt sich so ein Ladeverlust von 148,1 - 137,8 = 10,3Ah (= 7,5%)


    Der Kühlschrank hatte übrigens die per elektronischer Regelung vorgegebenen 6-7°C immer erreicht.

    Gruß Erni


    Jedem sein Hobby, ich habe mein(en) Hobby. ;camper=   :ok:

  • Hallo ,


    habe gerade zwei 100 AH Lifepo 4 für 510 € über ebay gekauft . Sogar mit MWst und die kann man sich nachdem man die Rechnung hochgeladen hat sich noch nachträglich erstatten lassen .


    Wenn das klappt ist das Schnäppchen noch ein größeres . Etwas über 200 € für ein 100 AH Lifepo 4 Akku ist ja fast nicht zu glauben .


    LG Seadancer

  • die kann man sich nachdem man die Rechnung hochgeladen hat sich noch nachträglich erstatten lassen .

    Wo lädt man sie denn hoch? Nach meinem bisherigen Wissen wird sie vom Verkäufer nicht aufgeschlagen, wenn man glaubhaft versichert, sie in einem Gebäude mit einer Solaranlage einzusetzen. Von Rückerstattung hatte ich noch nichts gelesen.

    Viele Grüße, Christiane



    Freiheit bedeutet …dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen
    – Astrid Lindgren

  • hier für 250€ die Eco-Worthy 100Ah, wenn man noch die Mwst bekommt auch um die 200€

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